Zum Hummel- und Bienenschutz kann jeder Gartenbesitzer durch die Auswahl nektarreicher Pflanzenarten, die vor allem im Spätsommer und Herbst blühen, einen Beitrag leisten. Aber auch Nist- und Unterschlupfhilfen erleichtern den Insekten das Leben und sind mit wenig Aufwand an Zeit und Geld leicht zu bauen.
Der richtige Platz:
Ähnlich dem Menschen ziehen auch die summenden Gäste helle und sonnige Quartiere vor. Eine Planung mit südlicher Ausrichtung sowie eine Dämmung der Wind-und Wetterseite sind daher zu empfehlen. Ein Platz in Blumennähe erfreut die Tiere ebenso wie die Pflanzen.
Das richtige Material:
Wie alle Tiere bevorzugen auch Insekten unbehandeltes Holz und natürliche Materialien.
Außer Kanthölzern und Brettern benötigt der Baumeister noch Ziegelsteine, Dachpappe und Drahtgitter sowie diverses Füllmaterial.
Schritt für Schritt:
1) Rohbau:
Eine rechteckige Konstruktion aus vier, etwa 1,5 m langen Kanthölzern wird mit Brettern verbunden. Zur späteren Befestigung der Dachkonstruktion wird oben auf die Kanthölzer ein weiteres Brett genagelt. Die Unterteilung der einzelnen Zimmer erfolgt durch einige Querlatten. Die Wind-und Wetterseite wird mit Dachpappe gedämmt.
2) Dachkonstruktion:
Steht der Rohbau, werden zwei Bretter im rechten Winkel zusammen genagelt und als Dach oben am Brett befestigt. Anschließend wird das Dach mit Dachpappe gedeckt.
3) Innenausbau und -einrichtung:
Mit Füllmaterial wie Holzscheiten, Baumscheiben und Ziegelsteinen werden die Zimmerchen bestückt, harzfreies Holz und sauber gebohrte Löcher wissen die kleinen Gäste ebenso zu schätzen wie eine Luxusausstattung aus markhaltige Zweigen, Bambus, Schilf oder Stroh.
4) Fassade:
Zum Schutz vor unerwünschten Eindringlingen empfiehlt es sich, die fertig eingerichtete Vorderseite des Insektenhotels mit einem Stück Drahtgeflecht abzusichern.